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15/03/2016

Magie in der Antike und alte Rituale

Schaden zufügen, andere verletzen wollen... ist etwas, das der Mensch seit jeher begehrt und durch Rituale und andere Praktiken zu erreichen suchte. Bereits im alten Ägypten, im klassischen Griechenland und Rom rief man übernatürliche Kräfte wie Götter, Dämonen und andere Geister an, um zu seinem eigenen Vorteil zu handeln.

Die Praxis der Magie reicht bis zum Anbeginn der Zivilisation zurück. So entstanden Flüche, Wahrsagerei, Nekromantie, Voodoo... Wir sprechen hier von den ersten schwarzen Magiern der Geschichte.

Für den alten Menschen war jedes Unglück, jede schlechte Begebenheit, die ihn traf, von einem Feind verursacht, der ihm Schaden zufügen wollte. Dank der Archäologie wurden Funde entdeckt, die dies bestätigen: Puppen, Fluchtafeln usw.

Schwarze Magie in der Antike 

Magie in der Antike und alte RitualeFluchtafeln waren eine Form der schwarzen Magie. Es handelt sich dabei um kleine dünne Bleiplättchen, auf denen der Name der Person eingraviert wurde, die geschädigt werden sollte, begleitet von Symbolen oder magischen Formeln. Nachdem der Name eingetragen war, wurden die Plättchen zusammengefaltet, mit Nägeln durchbohrt und in der Nähe eines Grabes oder eines Schlachtfeldes vergraben. Oftmals wurden diese Fluchtafeln verwendet, um einfach einen sportlichen Rivalen loszuwerden, aber man konnte sie auch nutzen, um zum Beispiel die Rede einer Person in einem Prozess zu vernebeln oder die Aufmerksamkeit des geliebten Menschen auf sich zu ziehen. Dabei rief man die Kräfte der Unterwelt oder Götter herbei, die mit dem Jenseits in Verbindung standen: Persephone, Demeter, Hades, Hekate, Hermes...

Neben diesen robusten Tafeln wurden auch Puppen verwendet, gefertigt aus Blei, Bronze, Ton oder Wachs. Diese Figuren wurden ebenfalls nahe Gräbern vergraben, um von den Toten aktiviert zu werden. Am häufigsten war es, den Namen des Opfers auf eine Figur zu schreiben, die mit den Armen auf den Rücken gebunden modelliert war, und sie dann mit Nägeln an verschiedenen Körperstellen zu durchstechen (Kopf, Augen, Genitalien...). Zunächst wurden Puppen gefertigt, um die Aufmerksamkeit des Geliebten zu gewinnen, doch bereits im alten Ägypten begann man, sie zu nutzen, um die Feinde des Pharaos loszuwerden. Manchmal wurden diese Puppen auch in die Därme von Tierkadavern gesteckt.

Es war auch verbreitet, magische Papyri zu benutzen – Texte in Griechisch, Demotisch und Koptisch aus dem ersten Jahrhundert v. Chr. In diesen Schriften wurden die magischen Praktiken der damaligen Zeit beschrieben. So gehörte es beispielsweise dazu, ein Haar des Opfers an eine Leiche zu binden und beide zusammen mit dem Körper eines Falken zu verbinden.

Alte Kulturen hatten auch ein besonderes Interesse daran, mit den Verstorbenen zu kommunizieren. Die erste schriftliche Erwähnung davon findet sich in einem Auszug der Odyssee. Laut Gelehrten war Nekromantie in Griechenland eine gängige Praxis. In der römischen Zeit wurde die Nekromantie von Kindern ausgeführt, die als Medien dienten, da man glaubte, dass sie aufgrund ihrer Unschuld und Reinheit die Kommunikation mit den Toten erleichterten.

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